Gemeinde Spraitbach

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Spraitbacher Autoren

Spraitbacher Autoren

Zahlreiche Spraitbacher Bürgerinnen und Bürger sind als Autoren an die Öffentlichkeit getreten. In ganz unterschiedlichen Themenfeldern haben sie von Berufs wegen oder auch aus privatem Interesse Texte oder Musikstücke geschrieben. Das Spektrum reicht von wissenschaftlichen Fachbeiträgen über Betrachtungen zur Heimatgeschichte bis hin zu literarischen Arbeitein – und auch musikalische Kompositionen wurden niedergeschrieben.

In der Reihe „Literarische Vielfalt in Ostwürttemberg“ ist im Jahr 2010 unter dem Titel „Spraitbacher Autoren“ ein Sammelband erschienen, der die meisten dieser Autoren aufführt und würdigt. Über die darin erfassten Autoren hinaus sind in der folgenden Aufstellung auch diejenigen erfasst, die die Autorenporträts verfasst haben. Aufgelistet sind auch alle, die Beiträge in der Heimatchronik  geschrieben haben, soweit sie Spraitbacher sind.

Als „Spraitbacher“ gelten hier alle Personen, die entweder in Spraitbach geboren sind oder seit langer Zeit dort leben bzw. lange am Ort gelebt haben. Nicht auszuschließen ist, dass es darüber hinaus Spraitbacher Autorinnen oder Autoren gibt, die (noch) nicht bekannt sind.

Bitzer, Georg

geb. 1922 in Albstadt-Tailfingen; Lehre als Einzelhandelskaufmann, dann Studium der Missionarswissenschaft, Sprachstudium in England, Missionarstätigkeit in Süd- und Südwestafrika; kam 1963 als Pfarrverweser nach Spraitbach und war von 1968 – 1979 Pfarrer in Spraitbach und hat in dieser Funktion die evangelische Kirchenchronik fortgeführt.

Blinzinger, Jürgen

geb. am 3. Februar 1952 in Pfedelbach bei Öhringen; nach dem Abitur 1970 Lehramtsstudium an der Päd. Hochschule Schwäbisch Gmünd mit den Fächern Mathematik und Kunst; kam 1978 nach Spraitbach und war dort viele Jahre Lehrer an der Grundschule. Nach mehrjährigen nebenamtlichen Lehraufträgen am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Schwäbisch Gmünd übernahm er diese Aufgabe ab 1993 hauptamtlich und übte sie bis zu seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst 2007 aus.

Er ist vielen Spraitbachern durch seine musisch-künstlerischen Aktivitäten und durch sein vielfältiges Mitwirken am öffentlichen Leben der Gemeinde (Seniorenfeiern, Nacht der offenen Kirche u.v.m.) bekannt, und er hat in den „Spraitbacher Autoren“ sowohl Erich Pommerenke als auch das Ehepaar Helmut und Margret Schneider porträtiert.

Bronsert-Bachmann, Ingrid Annemarie

geb. 13.02.1943, Schriftstellerin, Malerin und Grafikerin; lebte von 1972 bis 1979 in Spraitbach; über Norddeutschland nach Australien ausgewandert;

Die Puppensammlerin schrieb und gestaltete während ihrer Spraitbacher Zeit ein Kinderbuch: „La Belle’s großer Wunsch, Hamburg um 1980.

Bühner, Karl Hans

geb. 1904 in Schwäbisch Gmünd; 1923 Abitur; Studium der Elektrotechnik an der TH Stuttgart, nach einem Preis für eine literarische Arbeit über Hermann Hesse Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie; kam 1969 nach Spraitbach. Briefwechsel mit Hermann Hesse, 1928 und 1929 Voträge zur Literatur; 1929 auch erste Lesungen aus eigenen Werken; 1934 wurde er Schriftleiter für Kunst, Theater und Literatur beim NS Kurier in Stuttgart; 1942 wurde er Ressortleiter bei der Deutschen Ukraine Zeitung. Nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft 1948 fand er schließlich Arbeit bei einer Werbeagentur und als Einkaufsleiter. Daneben schrieb er für die Rems-Zeitung als „Fabian“ und für das „einhorn“; literarisch gehörte er zum schwäbischen Dichterkreis um August Lämmle u.a. Er starb 1978.

Büttner, Sabrina

geb. 1978 in Schwäbisch Gmünd; 1999 – 2004 Studium der Biochemie an der Eberhard-Karl-Universität in Tübingen; Promotionsschrift mit dem Titel: „Tracing new cell death pathways“, wofür sie mehrere internationale Auszeichnungen erhieltt; sie lehrt und arbeitet an der Universität Graz und hat inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen aufzuweisen. (Vgl. hierzu: Spraitbacher Autoren, S. 21f. und Verzeichnis der Universwität Graz – www.uni-graz.at)

Frey, Karl-Josef

geb. am 7. Nov. 1931 in Saarbrücken; aufgewachsen in Stuttgart und Wiesensteig; absolvierte 1954 am Päd. Institut in Schwäbisch Gmünd die Erste Dienstprüfung zum Volksschullehrer und kam als Lehrer an die Volksschule in Spraitbach; er blieb dort bis zu seiner Auswanderung nach Amerika 1958. Er schreibt sich dort 1960 zu einem Graduiertenstudium der Fächer Psychologie, Philosophie und Soziologie an der „New School for Social Research“ in New York ein. Ab 1964 arbeitet er für eine akademische Stiftung in New York, später an mehreren wichtigen Forschungsprojekten zum Thema visueller Wahrnehmung. Ab 1966 arbeitete Frey als Forschungsassistent am Psychologischen Institut der Swarthmore University, wo er 1970 nach der Promotion als wissenschaftlicher Mitarbeiter auch als Hochschullehrender tätig wurde. Mit einem Ruf der Päd. Hochschule Heidelberg kehrt er 1973 endgültig nach Deutschland zurück. Dreißig Jahre lehrte er dort und an der Uni Heidelberg als Professor für Psychologie der kognitiven Entwicklung des kindlichen Geistes sowie der Bedingungen menschlicher Erkenntnis, der Wahrnehmung, der Sprache und des Denkens. Karl-Josef Frey stirbt am 12. Jan. 2005 in Heidelberg.

Höptle, Joseph Anton

geb. am 17. März 1794 in Rottweil; er studiert Philosophie und Theologie in Ellwangen und Tübingen und wird 1820 zum Priester geweiht; er ist anschließend fünf Jahre lang Vikar; auf die Pfarrstelle in Spraitbach wird er 1825 berufen, er bleibt dort bis 1833. 1827 beginnt er, die „Chronik für die Pfarrstelle Spraitbach“ zu schreiben; sie ist von seinen Amtsnachfolgern bis heute fortgeschrieben worden und ist damit eine der wichtigsten Quellen für die Geschichte der Gemeinde; aus seiner anschließenden Neresheimer Zeit sind keine Aufzeichnungen bekannt, aber 1849 veröffentlichte er in seiner letzten Pfarrstelle in Ochsenhausen eine „Ochdsenhausener Gottedienstordnung“. Er stirbt am 25. Mai 1857 in Ochsenhausen.

Kaupp, Rainer

geb. am 16.10.1963 in Blaichach bei Sonthofen, Abitur 1983 in Schorndorf, anschließend ev. Theologiestudium in Tübingen und Erlangen; danach Lehre zum Steuerfachgehilfen; Vikariat in Urbach, danach Pfarrstellen in Glems bei Metzingen und seit 1999 in Spraitbach. R. Kaupp ist Mitautor des Beitrags „Die evangelische Kirchengemeinde“ in der Spraitbacher Heimatchronik.

Kinkel, Hans

geb. am 15. April 1909 in Heilbronn; Dr. Hans Kinkel war mehr als vierzig Jahre Landarzt in Spraitbach, daneben Musiker, Fotograf und Schriftsteller. Wegen seiner vielfältigen Verdienste um die Gemeinde Spraitbach wird er xxx zu Ehrenbürger ernannt. Seine literarischen Veröffentlichungen: Romantische Suite (Novelle, 1976); Mein Freund Peter (Erzählung 1979), Kontrapunktus (Erzählung 1980); Das Herz (Märchenbuch 1980); Zerbrechliche Welt (Erzählung, 1981); Verwehte Träume (Erzählung); Titus und das Unvergängliche (Roman 1984), für den er im Folgejahr den Literaturpreis der Bundesärztekamer erhält - Wo endet die Wirklichkeit, wo Traum? (Lyrikband); Hohenlinden (Erz.,1985); Erinnerungen an Karl Leipold (1987) – Irrgarten (Roman, 1987) – Vierzig Jahre Landarzt (1990). Dr. Kinkel ist am 20. August 1991 in Spraitbach gestorben.

Klaus, Volkmar

geb. 1940 in Stuttgart; aufgewachsen in Schwäbisch Gmünd; er lebt seit 1973 in Spraitbach, wo er die Firma Bullyland gründet und 33 Jahre lang leitet; zusammen mit seiner Frau Jane gründet er die „Jane und Volkmar Klaus Foundation GmbH“, mit deren Hilfe zahlreiche Projekte in Spraitbach gefördert werden - unter anderem auch die Herausgabe des Buches „Spraitbacher Autoren“. Volkmar Klaus hat ein bisher unveröffentlichtes Manuskript zu einem Roman mit dem Titel „Wie behalte ich meinen Mann?“ verfasst.

Laux, Alfons

geb. am 27. April 1908 in Rottenburg; studiert Theologie und wird 1933 zum Priester geweiht; er kommt 1947 als kath. Pfarrer nach Spraitbach und übt diese Amt 29 Jahre lang, bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1976, aus; er zieht anschließend nach Rottenburg-Oberndorf und stirbt dort 1981. Neben einigen Gedichten hat er 1958 eine „Geschichte der Pfarrei“ verfasst.

Leitz, Otto

geb. am 26. Februar 1940 in Schwabbach (Brezfeld); Abitur 1959 in Michelbach/Bilz, anschließend (1959-1961) Studium an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd; Lehrtätigkeiten an verschiedenen Schulen; u.a. Kottspiel (Bühlertann), Waiblingen und Schwäbisch Gmünd; von 1963 bis zur Pensionierung 2003 Schulleiter an der Grundschule Spraitbach; nebenberuflich über Jahrzehnte Chorleiter und Organist; Veröffentlichung: „Die Geschichte der Schule“ in der Spraitbacher Heimatchronik.

Mayer, Waldemar

geb. am 24. Dezember 1932 in Temeschburg/Banat; Studium an der Fakultät Pflanzenbau der Universität für Landwirtschaft in Temeschburg; Referendariat und Zweite Staatsprüfung in Stuttgart; Diplomagraringenieur u. Oberlandwirtschaftsrat a.D.; Referatsleiter Betriebswirtschaft; Fachlehrer an den Landwirtschaftsämtern Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen.

Verschiedene Veröffentlichungen zur Landwirtschaft im Banat und in Siebenbürgen, Reisebeschreibungen Beschreibungen und Erinnerungen in der Banater Post und in der Heimatortsgemeinschaft Deutschbentek (Banat).

"Landwirtschaft am Rande des Schwäbischen Waldes". In: Chronik und Heimatbuch Spraitbach, 2001, S.44 -- 121. Zur Zeit in Arbeit: "Heimat der Eltern. Heimat der Kinder? -- Eine donauschwäbische Familienchronik.

Müller, Lutwin

geb. am 29.07.1956 in Landstuhl; Werkzeugmacherlehre, danach Meisterprüfung; EDV-Organisator, stellv.Abteilungsleiter bei der Fa.BINZ. Er war jahrelang Museumsführer und Vorstand in der Wäscherburg; Hauptthema war eine Staufergedächtnisstätte und Heimatmuseum in der Wäscherburg.

Hauptthemen waren eine Staufergedächtnisstätte und Heimatmuseum in der Wäscherburg.

Im Selbstverlag veröffentlicht hat er: "Die Zähringer und ihre verwandschaftlichen Beziehungen zu den Staufern", Jan. 1997 -"Kindermalheft Staufersaga", Spraitbach o.J.

Nagel, Franz Xaver

geb. am 21. Januar 1864 in Nenningen bei Lauterstein; er studiert Theologie in Tübingen und wird 1880 zum Priester geweiht; nach Vikar- und Pfarrtätigkeiten an verschiedenen Orten kommt er 1896 nach Spraitbach und bleibt dort Pfarrer bis 1909; nach der Betreuung weiterer Pfarrstellen wird er in den Ruhestand versetzt und stirbt am 25. April 1940; bereits vor seiner Priesterweihe hat er eine preisgekrönte wissenschaftliche Arbeit über das Wahlrecht verfasst; darüber hinaus hat er wesentliche Teile der Spraitbacher kath. Pfarrchronik geschrieben.

Pommerenke, Erich

geb. am 22.06.1945 in Heidenheim a.d. Brenz; nach einer Werkzeugmacherlehre Lehramtsstudium mit den Fächern Deutsch und Politik an der Päd. Hochschule Schwäbisch Gmünd; 1972 – 1980 Realschullehrer in Mutlangen; 1980 bis 2008 Lehrtätigkeit an der PH Schwäb. Gmünd; Gemeinderat seit 1975 – Veröffentlichungen: Fachbeiträge zur politischen Bildung, Medienerziehung, Verkehrserziehung, Fahrlehrerausbildung und Schulbuchautor. (Siehe: Spraitbacher Autoren, S. 55ff.)

Raymann-Nowak, Doris

geb. 1946 in Herrsching am Ammersee; Mittlere Reife in Stuttgart-Degerloch, anschließend Lehre als Silberschmiedin in der Kunstwerkstätte Josef Hokenmaier in Schwäbisch Gmünd; mit Hilfe eines Stipendiums geht sie anschließend für zwei Semester an die Akademie für angewandte Kunst nach Wien; es folgt eine Gesellenzeit in einer Werkstatt für sakrale Kunst in St. Gallen; 1971 legt sie in Stuttgart ihre Meisterprüfung ab und eröffnet ihre Werkstatt in Schwäbisch Gmünd; sie stellt auf zahlreichen – auch internationalen - Messen aus; 1975 zieht sie nach Spraitbach und eröffnet dort mit ihrem Mann, Diether Raymann, ihre Werkstatt; 1978 erhält sie den Staatspreis des Landes Baden-Württemberg für ihren Schmuck, und 1981 wird sie auch Goldschmiedemeisterin und Lehrbeuaftragte an der Fachschule für Technik, Schmuck und Gerät; sie wird Mitglied in zahlreichen berufsständischen Organisationen, u.a. Obermeisterin der Gold- und Silberschmiede-Innung Schwäbisch Gmünd und Vorsitzende des Bundes der Kunsthandwerker Baden-Württemberg; daneben präsentiert sie ihre Arbeiten auf zahlreichen Ausstellungen; in Spraitbach gehört sie 1986 zu den Gründungsmitgliedern des Spraitbacher Kulturkreises. Veröffentlichungen u.a.: Gold und Silber – Schulen für Schmuck und Gerät in Schwäbisch Gmünd. Hg. von der Gold- und Silberschmiede-Innung Schwäbisch Gmünd (2001); vielfalt – werkstatt raymann-nowak – schmuck und gerät (Schwäbisch Gmünd 2006).

Schleissner-Beer, Marlis

geb. 1932 in Hannover; Abitur 1952, anschließend Au-pair-Aufenthalte in England und Schottland; von 1953 bis 1959 studiert sie Geschichte, Anglistik, Philosophie, Soziologie und Pädagogik an den Universitäten Hamburg und Tübingen; während ihres zweijährigen Referendariats verfasst sie eine Arbeit mit dem Titel „Das darstellende Spiel als Form des Englisch-Unterrichts in der Mittelstufe“. Von 1961 bis 1966 ist sie als Lehrerin im höheren Lehramt in Hamburg tätig. Daran schließen sich Lehrtätigkeiten in den USA an. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wird sie in Hamburg Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für die Erforschung des Nationalsozialismus. Sie kommt 1970 nach Schwäbisch Gmünd, wird dort zunächst Leiterin des Vorbereitungskurses für die Erlangung der Fachhochschulreife und ist von 1974 bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1994 Dozentin am Pädagogischen Fachseminar. Nach Spraitbach kommt das Ehepaar Marlis Schleissner-Beer und Franz Beer im Jahre 1977. Sie werden dort Mitbegründer des Spraitbacher Kutlturkreises und haben im Alten Schulhaus zahlreiche Ausstellungen und Konzerte organisiert. Marlis Schleissner-Beer hat sich außerdem maßgeblich im „Trägerverein ehemalige Synagoge Oberndorf e.V.“ engagiert. In diesem Zusammenhang ist ein Artikel über den Begriff „koscher“ entstanden (veröffentlicht in „Die Rübe“, Haffmann-Verlag Zürich 1988).

Sie wird auch Gründungsmitglied im „Förderverein Internationales Musik- und Kulturzentrum Schloss Kapfenburg“. Marlis Schleissner-Beeruch hat sich auch ausgiebig mit der Geschichte Spraitbachs befasst. Diese Studien finden unter anderem Ausdruk in dem Festvortrag „Spraitbach – 700 Jahre und ein bisschen mehr“ (Abdruck der Rede vom 3. Januar 1996), in einer Festschrift zum 130-jährigen Bestehen der evangelischen Kirchengemeinde Spraitbach und der ev. Michaelskirche (4. Advent 21.12.1997; als Druck hg. von der ev. Kirchengemeinde Spraitbach) und vor allem in der „Walcher-Chronik. Geschichte der Vogtei und Pfarrei Spraitbach. Hg. und kommentiert von Marlis Schleissner-Beer. Einhorn-Verlag Schwäbisch Gmünd 1996. Für dieses Buch erhält die Autorin 1997 den Preis der Landesregierung für Heimatforschung. Ein Manuskript zur Geschichte des Nationalsozialismus in Spraitbach bleibt bisher unveröffentlicht. Über diese Arbeiten hinaus hat die Autorin weitere Aufsätze und viele Übersetzungsarbeiten verfasst. Im Jahr 2000 zieht das Ehepaar Marlis und Franz Schleissner-Beer nach Venedig. In ihrer neuen Heimat widmet sie sich der Erforschung und Dokumentation des evangelisch-lutherischen Gemeindelebens in Venedig. Daraus ist die von ihr gegründete und herausgegebene Reihe „Veröffentlichungen der evangelisch-lutherischen Gemeinde Venedig“ entstanden. Zwei Bände dieser Reihe sind bereits erschienen, ein dritter – zur deutschen Schule in Venedig - ist in Vorbereitung.

Schindler, Raimund

geb. am 21. August 1943 in Hochtann (Tschechien); Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd mit den Fächern Biologie, Physik, Chemie und Sport; mit einjähriger Unterbrechung von 1969 bis zur Pensionierung 2006 Lehrer an der Hauptschule Gschwend. Er ist seit vielen Jahren der fotografische Chronist der Gemeinde Spraitbach und verfügt über umfangreiches Bildmaterial zu öffentliche Ereignisse in der Gemeinde. In der Ortschronik von 2001 hat er die Aufsätze „Die Ehrenbürger von Spraitbach“, „Die katholische Kirchengemeinde“ und (als Mitautor) „Die evangelische Kirchengemeinde“ verfasst und außerdem viele Bilder zu diesem Buch beigesteuert; von den „Spraitbacher Autoren“ hat er mit Pfarrer Höptle den Chronisten des 18. Jahrhunderts porträtiert.

Schneider, Helmut und Margret

Helmut Schneider wurde 1943 im donauschwäbischen India (bei Belgrad) geboren; die Familie wird 1994 aus ihrer Heimat vertrieben, über Österreich kommt sie nach Deutschland; nach dem Abitur in Metzingen studiert er in Tübingen zunächst Mathematik und Physik, später Biologie, Geografie und Theologie auf das Lehramt; 1973 Promotion über „Die Bedeutung des Harnmarkierens für die räumliche Orientierung bei Galaga senegalensis“, einer Halbaffenart des Urwalds. Er kommt 1974 als Dozent an die Pädagogische Hochschule nach Schwäbisch Gmünd und wird 1980 zum Professor berufen; seine Lehrtätigkeit umfasst Humanbiologie, Verhaltenskunde, Evolution und Genetik, sowie Gesundheitserziehung und Aspekte des Sachunterrichts; er beendet seine Lehrtätigkeit nach 32 Jahren.

Margret Schneider wird 1952 in Freudenstadt als Kind heimatvertriebener bessarabiendeutscher Eltern geboren, auch sie studiert nach dem Abitur Biologie und Geografie in Tübingent; die Familie kommt 1979 in den Spraitbacher Ortsteil Hertighofen; beide zusammen veröffentlichen zahlreiche Aufsätze, Bücher, Schulbuchtexte und Karikaturensammlungen. (Vgl. hierzu: Spraitbacher Autoren, S.;83ff.)

Schweizer, Ägidius

eb. 1892 in Lützenhardt (bei Horb); er kommt 1907 zur Lehrerausbildung nach Schwäbisch Gmünd, danach wird er „Unterlehrer“ an verschiedenen Orten in Württemberg; im Ersten Weltkrieg ist er als Sanitäter tätig und erhält dafür verschiedene Auszeichnungen; nach einer schweren Krankheit kommt er 1918 als Lehrer nach Nenningen, er wird dort auch Organist und Leiter des kath. Kirchenchors und hat eine Sage zum Nenninger Kirchbrünnlein niedergeschrieben; von 1923 bis 1931 lehrt er in Degenfeld; in den Dreißigerjahren arbeitet er an einem Geschichtsbuch für die Volksschulen in Württemberg, das aber vo den Nationalsozialisten nicht zugelassen wird; als Hauptschriftleiter der „Katholischen Lehrerzeitschrift“ veröffentlicht er zahlreiche Artikel; von 1935 bis 1945 ist er Schulleiter an verschiedenen Orten; er wird in dieser Zeit auch Mitautor von Rechenbüchern für die Volksschulen; nachdem 1943 seine Wohnung in Bafd Cannstatt durch einen Luftangriff zerstört wurde, kommt das Ehepaar Schweizer nach Spraitbach; die Nachkriegszeit bringt der Familie große Not: er wird aus dem Beamtendienst entlassen, außerdem wird auch noch die Wohnung ausgeplündert; 1948 darf er wieder in den Schuldienst zurück; 1957 wird er in Feuerbach in den Ruhestand versetzt; er stirbt 1967 und ist in Stuttgart begraben.

Siebert, Rolf

geb. am 27. Januar 1962 in Stuttgart; Diplomverwaltungsfachwirt; Bürgermeister in Spraitbach von 1994 bis 2002; während seiner Amtszeit, im Jahre 1996, feierte Spraitbach sein 700-jähriges Jubiläum; in der aus diesem Anlass entstandeen Chronik (ersch. 2001) verfasst er das Vorwort und den Artikel „Spraitbach heute und morgen“.

Spielmannleitner, Stefan

geb. 1964; aufgewachsen in Rindelbach bei Ellwangen; 1984 Abitur; Trompetenunterricht unter anderem bei W. Emmenecker, Don Rader (USA), Karl Farent (GB) und Jerry Bergonzi. Musikstudium an der Frankfurter Musikwerkstatt für Popularmusik; 1987/88 Mitwirkung an Musicalproduktion am Staatstheater Stuttgart; 1993 bis 1996 Mitglied der L.E. Big Band in Stuttgart, daneben Konzerte und Workshops; seit 1998 leitet er das Daimler Chrysler Jazz Lab (heute Daimler Corporate Jazz Lab) in Ulm; seit 1999 auch Leitung der „Schwörhaus Big Band“ der Gmünder Musikschule; Lehrtätigkeit: von 1988 bis 2000 Musiklehrer für Trompete an der Musikschule Bopfingen, von 2000 an in der Musikschule Aalen, seit 2002 an der Musikschule Schwäbisch Gmnd; daneben, seit 2000, auch Lehrauftrag für Trompete an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd; Stefan Spielmannleitner lebt seit 2005 in Spraitbach (Eigenhof). Veröffentlichungen: er entwickelt zunächst Spielliteratur, die dann in seine Lehrbücher übernommen wird; 1998 erscheint „Modern Trumpet“, 1999 folgt Spielliteratur mit dem Titel „Die Hornsection“, 2002 bzw. 2004 dann „Basic Songs Vol I und Vol II“ und 2009 „Trompete lernen“; dazu kommt noch das Buch „Didgeridoo“, eine Anleitung zum Erlernen des traditionellen Instruments der australischen Aborigines.
Vielfältige Kompositionen für Konzerte, Filmmusiken und für das Fernsehen vervollständigen das vielfältige Schaffen von Stefan Spielmannleitner.

Walcher, Friedrich

geb. 18.5.1872; Pfarrer; von 1900 – 1903 betreut er die ev. Prarrstelle in Spraitbach (Pfarrverweser); während dieser Zeit verfasst er eine Chronik der Gemeinde Spraitbach (von der vorrömischen Zeit bis Ende des 19. Jahrhunderts). Er stirbt am 15.8.1957. Die Chronik ist 1996 als Buch veröffentlicht worden (vgl. hierzu: M. Schleissner-Beer!).

Tom, Wilhelm

geb am 19. Mai 1952 in Scheindorf/Siebenbürgen; Abitur 1960; anschließend Studium der katholischen Theologie; 1966 Priesterweihe; verschiedene Priester- und Religionslehrerstellen in Rumänien; 1989 kehrt er nach einem Besuch in der Bundesrepublik nicht mehr dorthin zurück; nach einer Vertretungstätigkeit in Dischingen übrernimmt er 1990 das Amt des Pfarrverwesers in Spraitbach-Ruppertshofen und Schlechtbac-Gschwend; Investitur 1992; seit 2009 pensioniert. Pfarrer Tom hat vor allem über seinen Heimatort Scheindorf und seine rumäniendeutsche Heimat publiziert. (Vgl. hierzu: Spraitbacher Autoren, S.102)

Zepf, Walter

geb.am 24.12.1932 in Frittlingen; nach der Mittleren Reife Ausbildung zum Verwaltungswirt; von 1958 bis 1994 Bürgermeister in Spraitbach; Ehrenbürger der Gemeinde; neben zahlreichen Zeitungsberichten, Grußworten und Texten im Gemeindeblatt schreibt er das Kapitel „Die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde von 1900 bis heute“ in der Heimatchronik von 2001.