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Warnmeldung: KI-gestützte Desinformation und hybride Einflussnahme

Im Hinblick auf die Landtagswahl 2026 steht Baden-Württemberg vor einer Herausforderung, die die politische Kommunikation grundlegend verändern kann: Wenn Wählerinnen und Wähler nicht mehr unterscheiden können, ob ein Video echt ist oder ob ein Kommentar von einem Menschen stammt oder von einer KI generiert wurde, bricht die Vertrauensbasis weg, die für den demokratischen Meinungs- unn Willensbildungsprozess von entscheidender Bedeutung ist. Was vor wenigen Jahren noch Science-Fiction war, ist heute Realität in globalen Wahlkämpfen: der flächendeckende Einsatz von Generativer Künstlicher Intelligenz-(GenAI).

Desinformation zielt darauf ab, Emotionen zu wecken und schnelles, unüberlegtes Handeln zu provozieren – auch, oder gerne in Verbindung mit Wahlen und daher auch kurz davor. 

Hier finden Sie im Hinblick auf die Landtagswahl Informationen Ihrer Gemeindeverwaltung, sollte es im genannten Kontext notwendig werden. Leider gab es schon Fälle, in denen mit einer KI, die Stimme des Bürgermeisters und Gemeinderätinnen und Räten entnommen wurden. Diese können dann sehr realistisch per Anruf jedwede Information transportieren. Sollten wir davon erfahren, dass z.B. KI-generierte Fake-Telefonanrufe durchgeführt werden, in denen es darum geht, dass das Wahllokal verlegt wurde oder ähnliches, dann erfahren Sie hier, ob das der Realität entspricht, oder nicht. 

Wenn Sie in den kommenden Wochen, insbesondere online, Inhalte konsumieren, unterziehen Sie diese bitte immer folgendem Schnell-Check:

Erste Überlegung muss immer sein: „Ist das Material echt, aus dem Kontext gerissen oder KI-generiert?“

  • Bei Bildern: Auf Hände, Ohren, Hintergründe und unlesbaren Text achten.
  • Bei Audio: Fehlen Atemzüge? Ist die Betonung unnatürlich monoton?
  • Bei Video: Stimmen die Lippenbewegungen zum Ton? Blinzelt die Person natürlich?
  • Quelle prüfen: Wer hat es zuerst gepostet? Ein anonymer Bot-Account oder eine reale Person?
  • Rückwärtssuche für Bilder nutzen: Prüfen Sie via Google Bildersuche oder TinEye, ob das
    Bild / Video alt ist und aus einem anderen Kontext stammt.
     

Wenn Sie einer Verlinkung folgen, achten Sie bitte auf die Adresszeile des Browsers. Oftmals werden bekannte Seiten, die real existieren, nachgebaut. Auf den Fake- Seiten werden dann auch FakeNews verbreitet. 
Diesen Schnell-Check wenden Sie gerne auch immer vor dem Teilen von vermeintlichen Informationen an. 

Hier die Checkliste des Verfassungsschutzes von Baden-Württemberg.

Meldungen von Fakenews zur Wahl an  Taskforce-Desinformation@lfvbw.bwl.de oder Cyberabwehr@lfvbw.bwl.de

 

 

 

 


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